Fehlerhafte App Programmierung und wie man sie vermeiden kann

Gute App Programmierung ist nicht leicht, deshalb sollten vermeidbare Fehler direkt aus dem Weg geschafft werden. In unserem Blogartikel „Fehlerhafte App Programmierung und wie man sie vermeiden kann“ werden diverse Fehler aufgeführt, näher beschrieben und einfache Möglichkeiten zur Verbesserung gegeben.

Keine Verwendung von Kommentaren

Kommentare sind wichtig! Sie sind der beste Weg, um direkt zu beschreiben, was im Code passiert. Dies mag im jeweiligen Moment etwas mehr Arbeit verursachen, aber kehrt man später wieder an die Arbeit zurück, wird man dankbar sein, da gute Kommentare den Code viel verständlicher machen und eine mögliche Wiedereinarbeitung sehr erleichtern können. Kommentare sind übrigens nicht immer Kommentare. In der Praxis trifft man auf ganze Funktionen, die auskommentiert wurden. Dies macht Code aber unnötig länglich und sollte vermieden werden. Funktionen, die mal verwendet worden sind und nicht mehr gebraucht werden, sollten sich sowieso in der Versionshaltung befinden und gehen daher nicht verloren, auch wenn man diese löscht.

Repetitiver und komplizierter Code

Sich nicht zu wiederholen, ist eines der grundlegenden Prinzipien der Programmierung. Oft wird dies durch DRY (engl. don’t repeat yourself) abgekürzt. Es kann recht schnell passieren, dass Code sich wiederholt. Als Faustregel kann man sich merken, dass aus dem eigenen Code kopierte Abschnitte, die auch wieder eingefügt werden, wahrscheinlich repetitiv sind und geändert werden sollten. Die konsequente Nutzung von Schleifen und Funktionen kann helfen, einen sich wiederholenden Code zu vermeiden.

Coding ist außerdem kein Intelligenztest. Es geht nicht darum, eine Funktion möglichst eindrucksvoll kurz zu schreiben. Denn, wenn der nächste Programmierer nicht mehr versteht, was dort passiert, kostet es die Firma im Endeffekt mehr Zeit und damit Geld. Ein Code, der nicht ganz so intuitiv ist, kann manchmal durchaus performanter sein, als ein intuitiver und es ist dann auch gerechtfertigt diesen so zu nutzen. Hier nutzt man dann einfach die oben genannten Kommentare, um die Funktionsweise zu erklären.

Schlechte Variablennamen und nicht initialisierte Variablen

Variablen sind essenziell, egal welche Sprache man auch nutzt. Daher ist es wichtig, sich gute Gewohnheiten in Bezug auf die Vergabe von Variablennamen anzueignen. Der Name sollte präzise die Nutzung der Variable beschreiben, damit man später direkt versteht, wofür diese Variable verwendet wird und sich das Ganze nicht erst aus dem gesamten Code erschließen muss.

Ein weiterer wichtiger Punkt in Bezug auf Variablen ist, dass diese nicht initialisiert werden. Dies kann verschiedene Probleme verursachen wie unvorhergesehenes Verhalten des Codes auslösen und es ist einfach ein guter Stil Variablen generell immer einen initialen Wert zuzuweisen. Nicht alle Programmiersprachen geben Variablen den gleichen Defaultwert. Daher ist es auch für Außenstehende, die eine Programmiersprache nicht im Detail kennen, sehr hilfreich, wenn jede Variable direkt einen ablesbaren Wert hat und hier keine Recherche oder gar Mutmaßungen nötig sind.

Keine konsistente Codeformatierung

Es ist nicht wichtig, ob man eine öffnende geschwungene Klammer in der gleichen Zeile wie ein IF-Statement schreibt oder man eine neue Zeile dafür nutzt. Ebenso ist es unwichtig, ob man CamelCase-Notation nutzt oder Unterstriche verwendet. Wichtig ist nur, dass man konsistent ist und einen Stil durchgehend in einem Projekt nutzt, da dies zur besseren Lesbarkeit des Codes beiträgt und einen professionelleren Eindruck macht. Falls man unsicher ist oder keinen Stil bevorzugt, sollte man sich an die Coding Conventions der Sprache halten.

Daten hart im Code hinterlegen

Es ist keine gute Idee Daten, wie austauschbare Strings oder gar SVGs, hart im Code zu hinterlegen. Häufig geht dies zwar schneller von der Hand, da man sich nicht darum kümmern muss, diese Daten korrekt im Code zu verlinken, um sie von anderer Stelle zu beziehen. Es ist aber im Grunde einfach nur Nachlässigkeit und muss mittelfristig sowieso angepasst werden. Man schiebt die Arbeit einfach nur auf und gewinnt damit nichts. Werden Daten im Code nur verlinkt, sind diese leicht austauschbar, auch über die gesamte Anwendung hinweg.

Zu viele Programmiersprachen

Viele Anfänger denken, dass es positiv ist möglichst viele Programmiersprachen zu können und dies verleitet vielleicht auch dazu ein Projekt mit einer Programmiersprache durchführen zu wollen, mit der man nicht wirklich viele Erfahrungen gesammelt hat. Natürlich sollte man immer abwägen, welche Sprache sich für ein Projekt besonders eignet, aber generell ist es immer besser in einer Sprache richtig gut zu werden, statt viele nur oberflächlich zu beherrschen. 

Keine oder fehlerhafte Nutzung von Versionierungssystemen

Keine oder die falsche Nutzung von Versionskontrolle ist für viele neue Programmierer frustrierend und für erfahrene gar ein Desaster. Als Programmierer ist es wichtig, seine Arbeit ständig zu speichern und Backups zu haben. Dies ist nicht anders als wenn man an einem wichtigen Dokument arbeitet, und dies häufig speichert. Zu lernen, wie man Versionierungssysteme, wie zum Beispiel Git, korrekt verwendet ist essenziell.

Keine zu großen Methoden (Aufsplittung in sinnvolle kleine Methoden)

Methoden oder Funktionen sollten immer nur so groß, wie unbedingt nötig sein. Tut eine Methode mehrere Dinge gleichzeitig, so ist es besser diese aufzusplitten und mehrere kleine Methoden zu verwenden. Diese sind dann auch nicht so spezialisiert und können möglicherweise auch an anderer Stelle des Codes verwendet werden. Des Weiteren sind kleinere Methoden übersichtlicher und damit auch besser wartbar.

Keine Verwendung des Debuggers

Viele neue Entwickler wissen nicht oder nur unzureichend, wie man seinen Code debuggen kann. Die Verwendung von Breakpoints und ein strukturiertes Durchgehen des Codes sind essenziell, um bei der Fehlersuche erfolgreich zu sein. Zu wissen, welchen Wert eine Variable zu einem bestimmen Zeitpunkt hält kann enorm dabei helfen, einen Fehler zu finden und wo genau etwas schiefgelaufen ist.

Keine Fragestellungen, Vorausplanung oder Pause

Wirklich gut zu programmieren ist nicht leicht und besser zu werden bedeutet ein ständiges Lernen neuer Dinge. Das Beste, was man tun kann, ist sich einzulesen und es immer wieder zu probieren, um besser zu werden. Manchmal kommt man bei einem Problem aber nicht weiter und dann ist es sinnvoll Fragen zu stellen und sich helfen zu lassen. Jeder Kollege wird gerne helfen, wenn klar ist, dass einiges probiert wurde und eine Recherche stattgefunden hat. Im Zweifel gibt es ansonsten noch das Quietsche Entchen.

Das Schreiben guter Software beginnt mit guter Planung und Design. Möchte man ein Haus bauen, erstellt man zunächst einen Bauplan. In der Programmierung ist es nicht anders. Bevor man überhaupt beginnt, die erste Zeile Code zu schreiben, sollte man sich überlegen, was man eigentlich erreichen möchte. Möchte man die Lösung zu einem Problem finden während man eigentlich schon am Programmieren ist, führt dies häufig dazu, dass man die naheliegende und beste Lösung nicht findet.

Pausen sind wichtig. Das gilt insbesondere für Programmierarbeiten, da diese meist mental anspruchsvoll sind und Konzentration erfordern. Wenn man sich nicht mehr konzentrieren kann oder das Gefühl hat keinen klaren Gedanken mehr fassen zu können, ist es höchste Zeit für eine Pause. Es kommt vor, dass man am Ende des Tages über einem Problem brütet und einfach die Lösung nicht findet. Man sieht manchmal den sprichwörtlichen Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Geht man dann am nächsten Tag wieder frisch und erholt ans Werk, findet man die Lösung dann oftmals recht schnell.

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